DEUTSCHE KINEMATHEK MUSEUM FÜR FILM UND FERNSEHEN
Über das Projekt

Requiem für eine Firma

  • Bundesrepublik Deutschland (BRD) 1969
  • Displaytitel: Requiem für eine Firma
  • Alternativtitel: Wochenschau I: Requiem für eine Firma
  • Alternativtitel: Schülerfilm I
  • Untertitel: Für die 18 und alle zukünftig Relegierten
  • Alternativtitel: Schülerfilm I

DarstellerIn / Rolle

Bitomsky, Hartmut
Farocki, Harun
Leiser, Erwin
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Requiem für eine Firma

  • Videostream
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    Thomas Giefer im Gespräch mit anderen Studenten.

    Abgebildete Personen
    Giefer, Thomas
    Quelle
    Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
    Schlagworte
    MannMan / Bürooffice / Eine PersonOne person
    Archivnummer (Quelle)
    SDK03329-V
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    Die Studenten der der dffb bei einer Versammlung anlässlich der Relegation von 18 Studenten. Stehend mit erhobenem Zeigefinder: Philip Sauber, davor sitzend: Jean-François Le Moign, rechts mit aufgestütztem Arm: Gerd Conradt.

    Abgebildete Personen
    Sauber, Philip Werner / Le Moign, Jean-François / Giefer, Thomas / Conradt, Gerd / Beringer, Johannes
    Quelle
    Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
    Schlagworte
    Versammlungassembly / Mehrere PersonenSeveral people / Gespräch
    Archivnummer (Quelle)
    SDK03329-V
    FramescanFramescan
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    Der dffb-Direktor Dr. Heinz Rathsack im Flur der dffb.

    Abgebildete Personen
    Rathsack, Heinz
    Quelle
    Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
    Schlagworte
    MannMan / Eine PersonOne person
    Archivnummer (Quelle)
    SDK03329-V
    FramescanFramescan

Inhalt

Ein Dokumentarfilm über die Ereignisse an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) im November 1968, die zur Kündigung des Ausbildungsverhältnisses von 18 Studierenden führten.
Während Direktor Heinz Rathsack seiner Sekretärin Helene Schwarz den Brief für die Aufhebung des Hausverbots gegen 18 Studierende diktiert, wird von Seiten der Studenten trotz Hausverbots eine Vollversammlung innerhalb der dffb geplant.

Die Studenten entscheiden sich gegen Filmaufnahmen während der Vollversammlung. Es kommt zum Streik, bei dem die Studenten auch in die Büros der beiden Direktoren Erwin Leiser und Heinz Rathsack eindringen und den Film EIN WESTERN FÜR DEN SDS (1967/68) von Günter Peter Straschek vorfinden, der zuvor von der Direktion als vermisst gemeldet wurde.
Während die Studenten die Studienleitung der Lüge bezichtigen, behauptet diese, dass der Film von den Streikenden bewusst in den Büros der Direktion platziert worden ist. Leiser und Rathsack werfen den Studenten erneuten Hausfriedensbruch vor und leiten die fristlose Kündigung ein. Als der Film von Straschek nicht mehr zurückgegeben wird, wird dies als Diebstahl zur Strafanzeige gebracht. Die betroffenen Studenten erheben daraufhin Strafanzeige wegen Beleidigung und übler Nachrede.
Der Film dokumentiert zum einen das Vorgehen der dffb-Studienleitung, die sich in der Verletzung basaler Regeln durch die Studierenden in ihrem Handeln legitimiert sah sowie zum anderen die Proteste der Studenten, welche die Politik des Westberliner Senats kritisierten.

Kontext

Der Film entstand im Rahmen der Wochenschaugruppe. Diese wurde von Klaus Wildenhahn, der kurz nach der Relegation der 18 Studenten im November 1968 als Dozent an die dffb kam, initiiert. Wildenhahn regte an, die interne Krise filmisch zu evaluieren. Diese Idee einer Wochenschaugruppe hat vermutlich die dffb gerettet, so Ulrich Gregor. *

* Ulrich Gregor im Interview mit Frederik Lang und Fabian Tietke. URL: www.dffb-archiv.de

Credits

Details

Quelle:
Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
Produktionsfirma:
Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin GmbH
Schlagworte:
Widerstand
Student
Medienmedia
Protestprotest
68er
Studentenbewegung
dffb-Wochenschau
Geschichte
Schülerfilm
Kategorie:
Dokumentarfilm
Archivnummer:
SDK02405-A
SDK02994-A
SDK03329-V
SDK05857-A
SDK03380-V
434317-D
51490
Bildseitenverhältnis:
1:1,375
Drehformat:
Film 16mm
Farbe:
schwarz-weiß

Externe Quellen