DEUTSCHE KINEMATHEK MUSEUM FÜR FILM UND FERNSEHEN
Über das Projekt

Petzold, Christian

Petzold, Christian

  • Fotografie, Porträtfotografie

    Christian Petzold auf einem Hotelbett während der Dreharbeiten an seinem Film GESPENSTER.

    Abgebildete Personen
    Petzold, Christian
    Produktionszeitraum
    2004
    Fotografie, Porträtfotografie
  • FramescanFramescan

    Ein Mann (Christian Petzold) zieht durch die Straßen Barcelonas.

    Abgebildete Personen
    Petzold, Christian
    Quelle
    Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
    Schlagworte
    MannMan / NachtNight / Eine PersonOne person
    Archivnummer (Quelle)
    SDK02566-V
    FramescanFramescan

Biografie

Christian Petzold wird am 14. September 1960 in Hilden (Nordrhein-Westfalen) als ältester von drei Söhnen geboren. Er wächst im benachbarten Haan auf, wo er das Gymnasium besucht und 1979 sein Abitur macht. Nach der Absolvierung seines Zivildienstes, zieht Christian Petzold 1981 nach Berlin und nimmt an der Freien Universität (FU) ein Studium der Germanistik und Theaterwissenschaft auf.

Nach seinem Abschluss im Jahr 1988 studiert er an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb).

Während des Studiums arbeitet Christian Petzold als Regieassistent bei Hartmut Bitomsky und Harun Farocki und schreibt als Filmkritiker für verschiedene Publikationen. Farocki wirkt bis zu seinem Tod im Jahr 2014 an allen Spielfilmen Petzolds mit. Nach Kurzfilmen, darunter SÜDEN (1989/90) und DAS WARME GELD (1992), dreht Petzold mit PILOTINNEN (1994/95) seinen Abschlussfilm an der dffb. PILOTINNEN entsteht unter Beteiligung der Produktionsfirma Schramm Film Koerner & Weber, mit der Petzold auch zukünftig zusammenarbeitet.

Auf die von der Kritik gelobten Fernsehfilme CUBA LIBRE (ZDF 1995/96) und DIE BEISCHLAFDIEBIN (ZDF/ARTE 1997/98) folgt 2000 die Kinoproduktion DIE INNERE SICHERHEIT (2000). Neben dem „Filmband in Gold", mit dem er im Rahmen der Verleihung des Deutschen Filmpreises für den besten Film ausgezeichnet wird, erhält das intensive Drama um eine junge Heranwachsende und ihre als Terroristen gesuchten Eltern zahlreiche weitere Auszeichnungen und etabliert Christian Petzold endgültig als einen der maßgeblichen Filmemacher im zeitgenössischen deutschen Kino.
2001 markiert der hochgelobte TV-Thriller TOTER MANN (2001) die erste Zusammenarbeit des Regisseurs mit der Darstellerin Nina Hoss. Der Film wird mit dem Adolf-Grimme-Preis sowie dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. An der Seite von Benno Fürmann spielt Nina Hoss ebenfalls eine Hauptrolle in Petzolds nächster Kinoarbeit: 2003 gewinnt WOLFSBURG (2002/03) bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin den FIPRESCI-Preis und erhält im selben Jahr auch den Adolf-Grimme-Preis in Gold.

Zu den ständigen kreativen Mitarbeitern Petzolds zählen neben Kameramann Hans Fromm die Cutterin Bettina Böhler, der Filmarchitekt Kade Gruber sowie der Komponist Stefan Will. Das Team realisiert auch Petzolds GESPENSTER (2004/05), in dem Julia Hummer ― die bereits in DIE INNERE SICHERHEIT überzeugte ― und Sabine Timoteo als verlorene Existenzen durch ein ebenso unwirtlich wie unwirklich erscheinendes Berlin streifen. YELLA (2006/07) wiederum handelt von einer jungen Frau, die bei ihrem Bemühen um ein besseres Leben von der Vergangenheit eingeholt wird. In der Titelrolle brilliert erneut Nina Hoss, die 2007 bei der Berlinale als beste Darstellerin den „Silbernen Bären" und 2008 den Deutschen Filmpreis erhält.

Im Januar 2009 startet die vierte Zusammenarbeit mit Hoss: Im Dreiecksdrama JERICHOW (2008), nach Motiven von James Mallahan Cain, spielt sie eine Frau, die zwischen zwei Männern steht (gespielt von Benno Fürmann und Hilmi Sözer).

Danach arbeitet Petzold bei dem Dreiteiler DREILEBEN mit Christoph Hochhäusler und Dominik Graf zusammen. Bei diesem ungewöhnlichen Projekt inszeniert jeder der Filmemacher in seinem ganz persönlichen Stil einen Teil der Krimi-Trilogie. Petzolds Beitrag mit dem Titel ETWAS BESSERES ALS DEN TOD (2010/11) feiert, ebenso wie die Filme von Graf und Hochhäusler, im Forum der Berlinale 2011 Premiere.

Im Jahr darauf wird sein Film BARBARA (2011/12) in den Wettbewerb der Berlinale eingeladen. Für seine Regie bei dem Drama über eine Ärztin ― einmal mehr von Nina Hoss gespielt ―, die aus der DDR in den Westen flüchten will, sich dann aber in einen Kollegen verliebt, erhält Petzold hervorragende Kritiken sowie den „Silbernen Bären". Für den Deutschen Filmpreis 2012 wird BARBARA gleich achtmal nominiert, darunter als bester Film, für das beste Drehbuch und für die beste Regie. In der Kategorie „Bester Film“ erhält er die „Lola" in Silber.
Christian Petzold, der mit der Dokumentarfilmregisseurin Aysun Bademsoy verheiratet ist, lebt mit seiner Familie in Berlin.

Quelle: Filmportal

Credits & Rollen

Weitere Namen

Künstlernamen:
Arzt, Simon

Beruf

Drehbuchautor
Regisseur

Tätigkeiten

Studium:
Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin GmbHdffb-Jahrgang 1988

Externe Quellen