Wochenschau III
Inhalt
In der WOCHENSCHAU III (1969/70) sollten, wie auch schon in der WOCHENSCHAU II (1969), zwei Themengebiete aufeinandertreffen ― zum einen ein Thema aus der Arbeitswelt, zum anderen ein Studententhema.
Das Prinzip ist in der Langfassung erkennbar: Sie konfrontiert Aufnahmen aus einem katholischen Studentenwohnheim, das aus Opposition gegen die kirchliche Ordnungsmacht von den Bewohnern besetzt wird, mit Beobachtungen aus dem Alltag der Berliner Verkehrsbetriebe.
Ein Busfahrer und ein Schaffner werden durch den Tag begleitet und bei der Arbeit und während des Feierabends gezeigt.
Bei der Montage stand das experimentelle Spiel im Vordergrund.
Die Kurzfassung des Films, die für die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen angefertigt wurde, zeigt nur den Wohnheim-Teil und verlässt sich auf die ausdrucksstarken Bilder von der Besetzung durch die Studenten und der Räumung durch die Polizei.
Kontext
Die Wochenschaugruppe wurde von Klaus Wildenhahn initiiert, der im November 1968, kurz nach der Relegation von 18 Studenten, als Dozent an die Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) kam. Wildenhahn regte an, die innere Krise der Filmakademie filmisch zu evaluieren.
Der erste der Wochenschau–Filme war WOCHENSCHAU I - REQUIEM FÜR EINE FIRMA (1969), der die internen Konflikte an der dffb dokumentierte.
Credits
Details
- Quelle:
- Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
- Produktionsfirma:
- Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin GmbH
- Schlagworte:
- Kritik
- Hausbesetzung
- Berlin
- Studentenbewegung
- dffb-Wochenschau
- Geschichte
- Kategorie:
- Dokumentarfilm
- Bildseitenverhältnis:
- 1:1,375
- Drehformat:
- Film 16mm
- Farbe:
- schwarz-weiß
