DEUTSCHE KINEMATHEK MUSEUM FÜR FILM UND FERNSEHEN
Über das Projekt

Subjektitüde

  • Deutschland 1966
  • Arbeitstitel: Boy meets Girl
  • Displaytitel: Subjektitüde
  • Arbeitstitel: Es kommt alles anders als man denkt
  • Arbeitstitel: Es kommt alles anders als man denkt
  • Arbeitstitel: Treffen
  • Materialtitel: Subjektitude

Regie

Sander, Helke

DarstellerIn / Rolle

Lamers, Barbara
Minow, Hans-Rüdiger
Sippel, Wolfgang
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Subjektitüde

  • Videostream
  • FramescanFramescan

    An einer Bushaltestelle küsst ein fremder Mann (Wolfgang Sippel) eine Frau (Barbara Lamers) auf den Hals.

    Abgebildete Personen
    Sippel, Wolfgang / Lamers, Barbara
    Quelle
    Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
    Schlagworte
    Zwei PersonenTwo people / Frau und Mann / KussKiss
    Archivnummer (Quelle)
    SDK02686-V
    FramescanFramescan
  • FramescanFramescan

    Der "subjektive Blick" eines der beiden Männer auf eine Frau (Barbara Lamers) an einer Bushaltestelle.

    Abgebildete Personen
    Lamers, Barbara
    Quelle
    Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
    Schlagworte
    Frau / Eine PersonOne person
    Archivnummer (Quelle)
    SDK02686-V
    FramescanFramescan
  • FramescanFramescan

    Der "subjektive Blick" einer Frau auf einen jungen Mann (Wolfgang Sippel) an einer Bushaltestelle.

    Abgebildete Personen
    Sippel, Wolfgang
    Quelle
    Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
    Schlagworte
    Zeitungnewspaper / MannMan / Eine PersonOne person
    Archivnummer (Quelle)
    SDK02686-V
    FramescanFramescan
  • FramescanFramescan

    Der "subjektive Blick" einer Frau auf einen Mann (Hans-Rüdiger Minow) an einer Bushaltestelle.

    Abgebildete Personen
    Minow, Hans-Rüdiger
    Quelle
    Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
    Schlagworte
    MannMan / Eine PersonOne person
    Archivnummer (Quelle)
    SDK02686-V
    FramescanFramescan

Inhalt

Eine urbane Szenerie: Eine Frau denkt über die Herabsetzung des Wahlalters auf zehn Jahre nach, als sie an der Bushaltestelle auf zwei junge Männer aufmerksam wird, die offensichtlich beide an ihr interessiert zu sein scheinen. Sie schweift mit ihren Gedanken ab und beobachtet beide.

Sie ist genervt vom männlichen Gehabe und der Oberflächlichkeit, fühlt sich aber zugleich geschmeichelt. Die beiden konkurrierenden Männer sehen die Frau als sexuelles Objekt und unterlaufen die weibliche Subjektivität. Einer der Männer nähert ihr sich und küsst sie kurz auf den Hals, bevor er in den wartenden Bus springt. Der andere Mann, der ebenfalls in den Bus gestiegen ist, steigt, kurz bevor der Bus abfährt, wieder aus. Daraufhin flüchtet die Frau in ein Taxi, um der Situation zu entkommen.

Der Kurzfilm ist ausschließlich mit einer subjektiven Kameraführung gedreht, der die Blicke von drei Individuen simuliert, die aufeinander reagieren. Im Off sind ihre Gedanken zu hören.

Kontext

SUBJEKTITÜDE (1966/67) ist Helke Sanders erster Film. Er entsteht in ihrem ersten Studienjahr an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) im Seminar von Jiří Weiss. Das Thema war vorgegeben: „Boy meets Girl“. Da Sander das Thema uninteressant fand, beschloss sie, sich mit der Problematik zu beschäftigen, wie Assoziationen entstehen und diese ohne filmische Klischees, wie beispielsweise Doppelbelichtungen, dargestellt werden können.

Sie entschied sich für eine subjektive Kameraführung, die jeweils den Blick und die Gedanken der Darsteller wiedergeben sollte. Allerdings hat sich beim Schnitt des Films die Frage nach der Motivation für einen Schnitt als problematisch herausgestellt. Aus Sanders Erläuterungen in den Produktionsunterlagen geht hervor, dass die weibliche Protagonistin deshalb zur Hauptfigur geworden ist, weil sie (aus drehbedingten Gründen) am wenigsten im Bild war und aus diesem Grund den größten Raum für Kommentare bot.

Der Film gilt als feministisches Werk, da die geschlechtsspezifischen Blicke und Gedanken als Wechselspiel sichtbar gemacht werden. Die Voice over-Stimme der Frau spricht die Regisseurin selbst. Gedreht wurde im November 1966 an der Haltestelle Innsbrucker Platz in Berlin-Schöneberg.

Credits

Details

Quelle:
Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
Produktionsfirma:
Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin GmbH
Schlagworte:
Frauenbewegung
Frau
Kurzfilm
Subjektive Kamera
KussKiss
Mann und Frau
Kategorie:
Spielfilm,Kurzfilm
Archivnummer:
SDK02248-A
SDK02686-V
9359
DVD00374/13
DVD03317/1
429258-D
431489-D
432615-D
432616-D
Bildseitenverhältnis:
1:1,375
Drehformat:
Film 16mm
Farbe:
schwarz-weiß

Dreharbeiten & Auszeichnungen

Dreharbeiten:
BerlinBerlin28.11.1966 - 30.11.1966
Drehorte:
Innsbrucker Platz Bushaltestelle (28.11.1966 - 30.11.1966)

Externe Quellen