DEUTSCHE KINEMATHEK MUSEUM FÜR FILM UND FERNSEHEN
Über das Projekt

Blues People

  • Deutschland 1969
  • Displaytitel: Blues People
  • Arbeitstitel: Reference determines Value

Regie

Norman, Skip

DarstellerIn / Rolle

Antes, Li
Gelerson, Ingrid
Maden, Callen
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Blues People

  • Videostream
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    Die Darstellerin Li Antes blickt durch einen Schlitz in die Kamera.

    Abgebildete Personen
    Antes, Li
    Quelle
    Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
    Schlagworte
    Frau / Eine PersonOne person / GesichtFace
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    Li Antes und Skip Norman schlafen miteinander.

    Abgebildete Personen
    Norman, Skip / Antes, Li
    Quelle
    Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
    Schlagworte
    Zwei PersonenTwo people / Frau und Mann / BettBed / Geschlechtsverkehr
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    Die Blicke von Li Antes und Skip Norman treffen sich.

    Abgebildete Personen
    Norman, Skip / Antes, Li
    Quelle
    Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
    Schlagworte
    Zwei PersonenTwo people / Frau und Mann
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    Der Regisseur und Darsteller Skip Norman blickt durch einen Schlitz in die Kamera.

    Abgebildete Personen
    Norman, Skip
    Quelle
    Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
    Schlagworte
    MannMan / Eine PersonOne person / GesichtFace
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Inhalt

In BLUES PEOPLE (1969) geht es um zwei Aspekte der sozialen Struktur Amerikas. Zum einen, geht es um die Entwicklung einer Kunstform, die Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts innerhalb der unterdrückten afroamerikanischen Bevölkerung entsteht ― den Blues.

Zum anderen wird der sexuelle Mythos, der zur Unterdrückung von sexuellen Beziehungen zwischen „Schwarzen“ und „Weißen“ ― insbesondere aber zwischen schwarzen Männern und weißen Frauen ― in der amerikanischen Gesellschaft beigetragen hat, thematisiert.

Der Film beginnt mit dem Worksong „Whoa Buck“, gesungen von einem unbekannten Gefangenen, auf vier Minuten Schwarzbild. Der Song stammt von einer Schallplatte des US-Musikforschers Alan Lomax aus den 1940er Jahren.

Die Darsteller Li Antes und Skip Norman schauen durch einen Schlitz. Der Dialog zwischen einem schwarzen Mann und einer weißen Frau beginnt. Beide sind nackt, ihre Geschlechtsteile in Großaufnahmen abgebildet. Sie vollziehen den Geschlechtsakt. Dazwischen montiert sind Fotografien von Lynchjustiz.

„Old Alabama“ ist das zweite Lied von derselben Schallplatte, das auf Schwarzbild zu hören ist. Im Dialog werden Vorurteile und Unterdrückung narrativ durchgespielt.

Nach dem Abspann (der nur auf der Tonspur zu hören ist) endet der Film mit dem Lied „I Ain´t Gonna Play No Second Fiddle“ von Bessy Smith auf Schwarzbild.

Kontext

Skip Norman bezieht sich mit seinem Film auf LeRoi Jones’ (alias Amiri Baraka) Buch „Blues People“, in dem dieser 1963 den Jazz und den Blues in seinem Einfluss auf die amerikanische Kultur untersucht. Musik galt oft als einzige Möglichkeit für Schwarze, sich in einer weißen Kultur auszudrücken.

Für den Filmdialog wählte Norman Amiri Barakas Theaterstück „Dutchman“ von 1964.
Für die intimen Szenen zwischen Skip Norman und seiner damaligen Freundin Li Antes suchte sich Norman Carlos Bustamante als Kameramann aus, beide waren gut befreundet und vertrauten sich.

Credits

Details

Quelle:
Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
Produktionsfirma:
Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin GmbH
Schlagworte:
Frau und Mann
Kurzfilm
Rassismus
Sklaverei
Sexualität
Kategorie:
Experimentalfilm,Kurzfilm
Archivnummer:
SDK02298-A
SDK05746-A
SDK04153-V
SDK00379-M
434319-D
SDK06167-V
Bildseitenverhältnis:
1:1,375
Drehformat:
Film 16mm
Farbe:
schwarz-weiß

Dreharbeiten & Auszeichnungen

Dreharbeiten:
Kopenhagen27.12.1967
Drehorte:
Lokale, Privatwohnung, Schauplätze (27.12.1967)

Externe Quellen