DEUTSCHE KINEMATHEK MUSEUM FÜR FILM UND FERNSEHEN
Über das Projekt

Lüdcke, Marianne

    Geburtsdatum:
    22.07.1943
    Geburtsort:
    Berlin
    Gestorben am:
    31.05.1999
    Gender:
    Frau

    Regie

    Akkord
    Die Wollands

    Rollen

    Viola:
    Ach Viola
    Akkord
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    Lüdcke, Marianne

    Biografie

    Marianne Lüdcke, geboren am 22. Juli 1943 in Berlin, startet nach einer Ausbildung an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) ihre Regiekarriere mit dem Arbeiterdrama DIE WOLLANDS (1973). Der Film über einen Schweißer, der sich trotz persönlicher Nachteile im Arbeitskampf engagiert, entsteht in Zusammenarbeit mit Ingo Kratisch und wird 1973 mit dem Preis der deutschen Filmkritik ausgezeichnet.

    Lüdcke, die sich vor allem zu Beginn ihres Filmschaffens in der Tradition des deutschen „proletarischen Films“ sieht, dreht ― mehrfach in Co-Regie mit Ingo Kratisch ― in den 1970er Jahren eine Reihe von Filmen, die im Arbeitermilieu angesiedelt sind, darunter FAMILIENGLÜCK (1975) mit Tilo Prückner als Dreher, dessen Ehe zusehends in die Krise gerät oder aber auch DIE TANNERHÜTTE (1976) über einen sozial engagierten Stahlwerksbesitzer, der sich dagegen wehrt, aus seinem Betrieb eine Aktiengesellschaft zu machen. Ihr wohl bekanntester Film, der TV-Dreiteiler DIE GROSSE FLATTER (1979) ist im Unterschichtenmilieu angesiedelt. Richy Müller ― der hier in seiner ersten großen Rolle zu sehen ist ― und Jochen Schroeder verkörpern darin zwei Jugendliche, die bei dem Versuch, sozial aufzusteigen auf die schiefe Bahn geraten. Der Dreiteiler wird 1980 mit dem Adolf-Grimme-Preis in Silber ausgezeichnet.

    1986 heiratet Marianne Lüdcke den Schauspieler Max Volkert Martens (*1948). Neben ihrer Tätigkeit als Autorin wird Lüdcke vor allem als Regisseurin ambitionierter Fernsehspiele bekannt, wie FLÜCHTIGE BEKANNTSCHAFTEN (1981/82), LIEBE IST KEIN ARGUMENT (1982–1984), DIE ABSCHIEBUNG (1984), PATTBERGS ERBE (1985/86) und DER SCHÖNE MANN (1988) sowie bekannter TV-Serien, wie Tatort und Peter Strohm.

    Von 1996 bis 1999 lehrt sie als Gastdozentin an der dffb sowie an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Mit Mein Freund BALOU (1998), einer Mischung aus Krimi und Charakterstudie, inszeniert sie 1998 ihren letzten Film.

    Marianne Lüdcke verstirbt am 31. Mai 1999 in Frankreich.

    Quelle: Filmportal

    Credits & Rollen

    Regie:
    Akkord
    Die Wollands
    Buchbook:
    Akkord
    Schnitt:
    Akkord
    Drehbuch (Credit):
    Die Wollands
    Rollen:
    Ach ViolaViola
    Akkord

    Beruf

    Kamerafrau
    Drehbuchautorin
    Regisseurin

    Tätigkeiten

    Studium:
    Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin GmbHdffb-Jahrgang 1971

    Externe Quellen