DEUTSCHE KINEMATHEK MUSEUM FÜR FILM UND FERNSEHEN
Über das Projekt

Coulanges, Rolf

Coulanges, Rolf

  • Fotografie, Werkfotografie, Porträtfotografie

    Rolf Coulanges beim Dreh zu seinem Film REGGAE MUSIC am Strand von Jamaika, Montego Bay. Er hat das Foto für den Direktor der dffb, Heinz Rathsack, machen lassen als Beweis, dass es seiner Kamera gut geht.

    Abgebildete Personen
    Coulanges, Rolf
    Produktionszeitraum
    1981
    Fotografie, Werkfotografie, Porträtfotografie

Biografie

Rolf Coulanges wird in Holzminden (Niedersachsen) als Rolf Müller geboren. Coulanges studiert zunächst Philosophie bei Georg Picht an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg.

1979 wird Coulanges an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) angenommen, wo er bis 1983 Regie und Kamera studiert.

Sein in Jamaika gedrehter Dokumentarfilm REGGAE-MUSIC (1981) ist sein Erstlingswerk an der dffb. Er dreht mehrere Dokumentarfilme ― meist in Lateinamerika, wie beispielsweise TE Gwadloup se te an nou ― Widerstand in Guadeloupe (1981–1983). Sein Abschlussfilm SACY PERERE (1985) wird 1985 beim London Film Festival als „Outstanding Film of the Year" ausgezeichnet.

Nach seinem Abschluss führt Coulanges bei weiteren Dokumentarfilmen die Regie, wie beispielsweise bei DER LAUTLOSE KRIEG (1989/90) und DAS PRINZIP DORA (1997). Als Director of Cinematography ist er in der Folgezeit an verschiedenen Filmen beteiligt, unter anderem an Jutta Ohlenbergs JU-NI HITOE ODER DIE ENTDECKUNG DER SEELE (1993), Claudette Coulanges CHERCHER LA VIE (2000), Thomas Giefers MORD IM KOLONIALSTIL ― PATRICE LUMUMBA, EINE AFRIKANISCHE TRAGÖDIE (2000), und Harald Bergmanns SCARDANELLI (2000).

Für das Goethe-Institut ist Coulanges von 1988 bis 1998 an Filmschulen verschiedener Länder Afrikas (Ghana, Senegal, Nigeria) und Südamerikas (Brasilien und Mexiko) als Dozent tätig. Von 1994 bis 1997 unterrichtet er mehrere Jahre Kamera an der dffb und der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Seit 1992 übernimmt er zudem regelmäßig Gastprofessuren an Filminstituten in Kirgisistan und Myanmar sowie an der Internationalen Film- und Fernsehhochschule (EICTV) in San Antonio de Los Baños (Cuba), an der er von 1999 bis 2005 die Cátedra de Fotografia leitet. 2001 wird er an die Hochschule der Medien Stuttgart (HdM) berufen und ist dort bis 2010 Professor für Bildgestaltung und Lichtführung im Film. Seit 2005 forscht Coulanges an der HdM zur Digital Cinematography und zur Entwicklung der digitalen Filmkamera Arriflex D-21 und Alexa. Seine Forschungsarbeit ist verbunden mit der Produktion von diversen Kurzfilmen (35-mm/digital).

Seit 2011 lebt Coulanges wieder in Berlin und ist freiberuflich als Director of Cinematography und in der Lehre auf den Gebieten der klassischen und digitalen Filmfotografie tätig.
Coulanges publiziert zudem diverse Schriften, unter anderem zur Lichtgestaltung in Friedrich Wilhelm Murnaus SUNRISE (1926/27) sowie zur Arbeit der Kameraleute Renato Berta, Raoul Coutard und Robby Müller.

Rolf Coulanges lebt und arbeitet in Berlin.

Credits & Rollen

Weitere Namen

Alternative Schreibweisen:
Coulanges, Rolf Prof.

Beruf

Kameramann
Regisseur
Toningenieur

Tätigkeiten

Studium:
Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin GmbHdffb-Jahrgang 1978

Externe Quellen