DEUTSCHE KINEMATHEK MUSEUM FÜR FILM UND FERNSEHEN
Über das Projekt

Mutabor 3

  • Bundesrepublik Deutschland (BRD) 1986
  • Alternativtitel: Mutabor III
  • Displaytitel: Mutabor 3
  • Arbeitstitel: Amerikanisches Fleisch

Regie

Anders, Rike

DarstellerIn / Rolle

Cantú, Ed
Kanja, Britt
Nechamkis, Wlodzimiers
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Mutabor 3

Inhalt

MUTABOR III (1988) ist eine als interaktives Video angelegte Soap-Opera in sieben Kapiteln. Die Handlung spielt im Jahre 1991 in der fiktiven Stadt Moldavia. Die Hauptfiguren sind der Schönheitschirurg Dr. Victor Principal und seine Patientin Mrs. Joy Such, die kurz vor einer Gesichtsoperation bei Dr.

Principal steht. Doch es tauchen Fragen auf: Wird sie bei dem Eingriff um ihr Gesicht gebracht? Wird sie ein neues oder gar mehrere neue Gesichter erhalten? Oder eröffnet ihr eine völlige Entindividualisierung gar den Weg in den Zeittunnel? Alles hängt davon ab, auf welchem Weg die beiden Helden an den Operationstisch geführt werden.

Rike Anders: Mutabor III. In: Westdeutsche Kurzfilmtage Oberhausen (Hg.): Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb). Eine Retrospektive 1966–1986. Oberhausen 1989. S. 90.

Kontext

Als ein interaktives Video konzipiert, gehörte MUTABOR III zum dreiteiligen VIDEOLABYRINTH, dass insgesamt drei paradoxe „Choose–Your–Own–Adventure“ Abenteuer enthielt. Dazu gehörten auch OBERSCHENKELHALS- UND BEINBRUCH (englisch: ERROR TOTAL) von Mari Cantu und TERRA Z von Ilka Lauchstädt.

Als 30- bis 60-minütiger Szenenkatalog waren die drei Filme auf je einer Video-8-Kassette gespeichert, die über ein Steuerprogramm vom PC aus angesteuert werden konnten. Sie erlaubten multiple-choice Auswahlen zwischen verschiedenen Versionen der Handlung und konnten bei jedem Spieldurchlauf ein unterschiedliches Ende haben. Dadurch luden sie dazu ein, den Film gleich noch einmal auf Neue zu probieren – der Inhalt war durch die Auswahlen der Zuschauer veränderbar.
Die erste Aufführung von MUTABOR 3 und TERRA Z war 1987 auf dem AVE Festival in Arnhem, NL. Alle drei Spiele inkl. ERROR TOTAL waren 1988 fertig gestellt.

Weiterführende Links:
Zur Spielsimulation, Gebrauchsanleitung für das Videolabyrinth inkl. Darstellung des technischen Aufbaus: https://www.youtube.com/user/MrsJoySuch

Zur Homepage von Mrs Joy Such mit mehr Hintergrundinformationen zum Videolabyrinth und Angaben zur Projektrekonstruktion: https://mutabor3.wordpress.com/

Credits

Details

Quelle:
Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
Produktionsfirma:
Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin GmbH
Produktionskategorie:
Seminarfilm
Schlagworte:
Frau
Medienmedia
Kategorie:
Experimentalfilm
Archivnummer:
4277
4201/3